Vans Triple Crown –
der Superbowl des Surfens

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Vans Triple Crown of Surfing – North Shore Hawaii

Es steht außer Frage, dass man bei Hawaii automatisch an Wellenreiten denkt. Okey, vielleicht stehen bei dem ein oder anderen die Hula-Tänzerinnen an erster Stelle. Aber spätestens dann kommen einem Wellen und Surfer in den Sinn. An den Stränden Hawaiis tummeln sich das ganze Jahr zahlreiche Surfer mit ihren Brettern im Wasser. Immer auf der Suche nach der perfekten Welle. Doch jeden Winter bekommt diese Leidenschaft – oder nennen wir es Lebenseinstellung – mit Vans Triple Crown of Surfing eine ganz neue Dimension!

Ab November versammelt sich die Crème de la Crème, die Weltspitze des Surfens, an der North Shore Oahus. Denn hier wird schon seit über 30 Jahren der Vans Triple Crown veranstaltet, der gleichzeitig den Höhepunkt der jährlichen World Tour darstellt. Er besteht, wie der Name schon verrät, aus drei einzelnen Surfevents:

  1. Reef Hawaiian Pro (Ali’i Beach Park, Haleiwa)
  2. Vans World Cup of Surfing (Sunset Beach)
  3. Billabong Pipe Masters (Banzai Pipeline)

 

Vans Triple Crown Surfer in der Welle

 

Gefüllte Strände bei Vans Triple Crown of Surfing

Innerhalb von sechs Wochen wird hier nicht nur die finale Etappe der Welttour gefeiert, sondern auch ein besonderer Titel vergeben. Denn neben dem Weltmeistertitel ist die „Crown“ einer der bedeutsamsten Titel in der Surfwelt. Die Wellen an der North Shore sind unbarmherzig und verzeihen keine Fehler. Nicht selten brechen sie die eigentlich so stabil wirkenden Surfbretter. Immer wieder landen Surfer mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Und in einigen Fällen werden sie ganz von den Wellen geschluckt.

Ich hatte schon mehrfach das Glück, während dieser Zeit auf Hawaii zu sein und das Spektakel miterleben zu dürfen. Ich weiß gar nicht, was ich unglaublicher finde: die Tatsache, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich in diese enormen Wellen trauen – und sie erfolgreich meistern. Oder die Transformation, die der Strand während dieser Zeit vollzieht. Man kann sich das so vorstellen: Die Strände an der North Shore sind weitläufig und tendenziell eher leer. Man liegt da an einem gewöhnlichen Tag vielleicht mit 15-20 anderen Menschen. Und das zählt dann auch schon als voll. Doch gerade wenn die Pipe Masters anstehen, ist der Strand nicht wieder zu erkennen. Also im Prinzip ist er wortwörtlich nicht zu erkennen. Es tummeln sich so unfassbar viele Menschen dort, dass man kaum noch Sand zwischen all den Handtüchern und Campingstühlen entdecken kann.

 

Vans Triple Crown Strand voller Menschen

 

Vans Triple Crown of Surfing – Surfen ohne Star-Allüren

Was mich aber an diesen Surfevents am meisten fasziniert, ist die Tatsache, wie entspannt es dabei zugeht. Es gibt kaum Absperrungen, zumindest keine im eigentlichen Sinne. Hier und da steht eher mal ein gut genährter Hawaiianer mit rotem Shirt. Dieser agiert dann – als Teil des Sicherheitsdienstes – als menschliche Absperrung. Tja, und das war’s dann aber auch schon. Man ist hautnah dran am Geschehen! Man ist mitten drin statt nur dabei! Von Star-Allüren ist da auch bei den ganz Großen des Sports nichts zu spüren. Kelly Slater, Mick Fanning und auch der amtierende Weltmeister John John Florence laufen einfach mal direkt an dir vorbei. Das ist schon echt cool!

Auch wenn man mit Wellenreiten selbst nicht viel am Hut hat, ist es einfach ’ne Erfahrung wert! Die Atmosphäre ist total lässig, sehr angenehm und entspannt. Ich bin kein Fan von großen Menschenansammlungen. Aber hier kommen Menschen zusammen, die alle eins verbindet: Die Leidenschaft für das Meer und die Wellen. Und das Beste daran: Sie teilen auch eine Lebenseinstellung, ein Lebensgefühl. Surfer und „Meeresanbeter“ sind einfach so unglaublich angenehm, entspannt, freundlich, sozial. Es fühlt sich an wie ein Strandbesuch mit Freunden, auch wenn es Hunderte sind.

 

Vans Triple Crown Welle Pipe