Meine Hassliebe –
Kniebeuge mit Langhantel

Die Königsdisziplin mit der Langhantel in meinen Augen ist die Kniebeuge in all ihren Ausführungen. Egal, ob vorne oder hinten, halb oder tief, weit oder eng – für jeden ist etwas dabei. Eine wunderschöne Übung, die mich schon das ein oder andere Mal an die absolute Grenze gebracht hat! Und um die ich mich trotzdem nie drücken wollen würde!

Ein bisschen komisch ist das schon. Man weiß vorher, dass der Körper einen bei diesen Kniebeugen gleich hassen wird. Dass er einen am liebsten anschreien und einfach seinen Dienst quittieren würde. Und trotzdem ist dort immer eine Vorfreude und eine gewisse Spannung, bevor man sich die Hantel zum ersten Mal auf die Schultern legt. Die Spannung ist auch extrem gut und wichtig. Denn wäre diese nicht da, könnten wir Gewichte in der Größenordnung nicht bewegen, ohne Schaden zu nehmen. Es sind auch tatsächlich nicht immer die Beine, die der limitierende Faktor sind. Oft machen Bauch und oder Rücken zuerst schlapp und dadurch ist eine weitere Wiederholung bzw. ein weiterer Satz nicht möglich.

Kniebeuge und lauthals schreiende Beine

Ich kann mich wunderbar quälen. Alleine das zu sagen hört oder liest sich komisch, aber es ist so. Wenn der Bauch gerade und seitlich anfängt zu brennen und man in der tiefen Hocke „hängt“ und trotzdem noch die letzten beiden Wiederholungen vor dem Wochenende raus haut, fühlt man sich danach wie ein junger Gott. Trotz „lauthals schreiender“ Beine. Zur Zeit arbeite ich mit der Kniebeuge tief/hinten in einer Art Pyramide mit fünf Sätzen. Von sechs Wiederholungen geht es auf fünf Wiederholungen, dann auf zwei mal vier Wiederholungen und dann wieder hoch auf sechs. Die vier Wiederholungen waren diese mit 127 kg im Plan. Im MAX- Test vor einer Woche war bei 155 kg Schluss.

Wie gesagt, für mich die perfekte Ganzkörperübung, die aber unbedingt gut vorbereitet werden muss. Keiner sollte ohne ausreichend große Stabilität im Rumpf (Bauch/Rücken) mit hohen Gewichten hantieren. Hier gilt es, auch ein Ohr für seinen Körper zu haben und im Zweifel lieber eine Wiederholung weniger zu absolvieren, als am nächsten Tag einen kaputten Rücken zu haben. In diesem Sinne ein schönes Training!