Hawaii –
Mekka für Liebhaber exotischer Früchte

Wie sich einige von euch sicher denken können, ist Hawaii das Mekka exotischer Früchte und Speisen. Bei der Palmen-Population ist es kein Wunder, dass an jeder Ecke Kokosnüsse und Kokosprodukte angeboten werden. Darüber hinaus ist Hawaii, insbesondere Oahu, bekannt für die Dole Plantage. Auf dem Weg durchs Landesinnere zur North Shore erstrahlt ein kleines Ananas-Universum.

Ananaspflanzen auf Oahu, Hawaii

Die Dole Plantage in Wahiawa auf Oahu (Hawaii)

Schrecklich touristisch vermarktet, hat mich dieser Ort lange abgeschreckt. Erst bei meinem dritten Aufenthalt auf Hawaii habe ich einen Stopp auf der Dole Planatage eingelegt. JA, es ist furchtbar touristisch, und NEIN, es gibt nicht einmal gratis Ananas zum Probieren. Aber man sieht mal, wie Ananas wirklich wächst. Nämlich auf dem Boden. Irgendwie sehen sie süß aus, diese kleinen Früchte mit dem frechen Schopf.

Ein weiterer Vorteil der Plantage: Es gibt dort Rainbow Trees (also Regenbogenbäume). Warum die so heißen? Weil ihre Rinde kunterbunt ist und aussieht, als hätte jemand den Farbkasten rausgeholt und sie angemalt. Dabei handelt es sich um eine Eukalyptussorte, die von Natur aus diese faszinierende bunte Färbung aufweist.

Mein absolutes Totschlag-Argument, warum man trotz touristischer Aufmache und dem Gefühl, in einem Ananas-Las Vegas zu sein (viel zu viele Eindrücke und wirklich alles dreht sich um das Thema Ananas: Seife, Handyhüllen, Plüschtiere, die gesamte Merchandise-Palette und viel mehr!), unbedingt an der Plantage halten sollte, ist das Eis dort. Ananas-Softeis mit frischen Ananasstücken! Das lässt mein kleines exotisches Herz höher schlagen. Ok, vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch anmerken, dass ich ein absoluter Eiscreme-Liebhaber bin. Es ist aber wirklich lecker und seinen stolzen Preis wert, wie ich finde.

Nüsse knacken auf Hawaii

Weniger touristisch und an der Ostküste, also der Windward-Seite der Insel gelegen, findet man die Tropical Farms. Hier ist es auch noch touristisch, aber irgendwie anders! Auch wenn es hier Touren und Touristenprogramm gibt, ist diese Farm doch deutlich kleiner und lokaler gehalten. Und das Beste: Man kann alles probieren.

Verschiedene, frisch aufgebrühte Kaffeesorten mit Macadamia-Nuss und vor allem die gesamte Produktpalette an Macadamia-Nüssen stehen hier zur freien Verkostung bereit. Als wir vor zwei Wochen zum letzten Mal dort waren, haben wir uns den Magen so voll geschlagen, dass ich a) kein Mittagessen mehr brauchte und b) drei Tage keine Macadamia-Nüsse mehr sehen oder riechen konnte.

Macadamia-Nuss, Oahu, Hawaii

Geht man durch das kleine und sehr offen gestaltete Gebäude durch, läuft man auf einen großen Macadamia-Nuss-Baum zu. Hier haben die Betreiber eine große Kiste mit frischen Nüssen aufgestellt. Eingepackt in ihrer festen Schale fallen diese genau so vom Baum. An der Seite gibt es Holzstümpfe, auf denen man die frischen Nüsse mit Steinen aufschlagen und direkt aus der Schale essen kann – soooo lecker!

Ich finde, beide Locations sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Spart euch die touristischen Touren und Rundfahrten und konzentriert euch auf das leibliche Wohl. Dann solltet ihr nicht enttäuscht werden!

Übrigens: Mein Favorit sind die karamellisierten Macadamia-Nüsse. Und die mit Honig. Und die mit Zimt sind auch nicht schlecht. Also zumindest, wenn wir von den ausgefalleneren Sorten sprechen. Am allerliebsten mag ich aber die einfach nur geröstete und gesalzene Variante. Da kommt der leckere Nussgeschmack am besten zur Geltung.